Engagementangebote

Der MWG-Nachbarschaftsverein bietet viele Möglichkeiten, um sich freiwillig zu engagieren. Für die folgenden Angebote suchen wir interessierte Freiwillie, aber auch eigene Ideen sind herzlich willkommen. Unser Ziel ist die Belebung von Nachbarschaften in den Wohngebieten der Stadt Magdeburg. Mit unterschiedlichen Angeboten in unseren Nachbarschaftstreffs führen wir Nachbarn zusammen und vermitteln und koordinieren im Bedarfsfall kleine Hilfen zur Bewältigung des Alltags.
Allen Freiwilligen in unserem Verein stehen wir bei Fragen zum Engagement mit Rat und Tat zur Seite. Wir freuen uns über alle Freiwilligen, die sich aktiv in die Gemeinschaft, für ein nachbarschaftliches Miteinander, einbringen möchten!

Besuchs- und Begleitdienst

Wir suchen Freiwillige, die sich nachbarschaftlich für unseren Besuchs- und Begleitdienst engagieren möchten. Sie gehen gemeinsam spazieren, erzählen miteinander, lesen aus der Zeitung vor gehen einkaufen. Durch Ihr Engagement erfreuen Sie vor allem ältere Mieter*innen durch Ihre Zeit und bereiten ihnen ganz besondere Momente. Sie erhöhen dadurch auch die Mobilität und Selbstständigkeit und erfahren gleichzeitig spannende Lebensgeschichten.

Rahmenbedingungen

  • Sie sollten Freude am Umgang mit Menschen haben und sich auf unterschiedliche Typen einstellen können.
  • Der Zeitumfang beträgt ca. 90 Minuten pro Woche und Person, die Sie besuchen. So können Sie den Zeitumfang selbst bestimmen.
  • Wenn Sie den ÖPNV für die Besuche nutzen, erstatten wir Ihnen die Tageskarten dafür.
  • Sie werden bei dem ersten Besuch begleitet und können an regelmäßigen Austauschtreffen teilnehmen.
  • Sie sind für Ihr Engagement unfall- und haftpflichtversichert.

Qualitätsstandards im Umgang mit Freiwilligen

1.Passende Aufgabenfelder für Freiwillige finden und klar beschreiben

Freiwilliges Engagement ist für viele Einrichtungen unverzichtbar und nimmt einen wichtigen Stellenwert ein. Hier ist zu beachten, dass Freiwillige nicht die Aufgaben von Hauptamtlichen übernehmen, sondern ergänzend zum regulären Angebot einer Einrichtungen eingesetzt werden. Die Grenzen zwischen ergänzendem und Regelangebot sind manchmal schwer zu ziehen, deshalb ist es umso wichtiger, die Aufgabenfelder für Freiwillige möglichst klar zu beschreiben, und ggf. ist auch zu benennen, was nicht zum Aufgabenbereich von Freiwilligen gehört. So werden zudem Missverständnisse und Unsicherheiten vermieden.

2. Freiwillige einführen und schnuppern lassen

Freiwillige sollten, wie hauptamtliche Mitarbeiter auch, gewissenhaft in ihren Aufgabenbereich eingeführt werden. Dazu gehört beispielsweise, dass Freiwillige allen hauptamtlichen Mitarbeitern, aber auch den Nutzern der Einrichtung oder den Angehörigen vorgestellt werden. Für beide Seiten sollte eine Schnupperphase von ca. zwei bis drei Wochen vereinbart werden. Freiwillige bekommen hierbei Einblick in die Einrichtung und das für sie zumeist fremde Tätigkeitsfeld und können dann entscheiden, ob beides ihren Vorstellungen entspricht. Gleiches gilt selbstverständlich für die Einrichtung, die sich in der Schnupperphase ebenfalls davon überzeugen kann, ob der Freiwillige zum Team passt.

3. Feste Ansprechpersonen und Begleitung

Freiwillige brauchen eine feste Ansprechperson, die ihnen beim Einstieg in die Einrichtung und bei der Übernahme der Aufgaben sowie bei (fachlichen) Fragen dauerhaft zur Seite steht; es ist wichtig, dass diese Ansprechperson mit der Einrichtung und der Freiwilligenarbeit gut vertraut ist.

4. Mitbestimmung und Erfahrungsaustausch

Freiwillige sollten an regelmäßigen Teamsitzungen/Besprechungen teilnehmen oder separate Gesprächsmöglichkeiten angeboten bekommen. Ein Rahmen zum Erfahrungsaustausch ist für Freiwillige von großer Bedeutung.

5. Kostenerstattung

Sofern es dem Verein möglich ist, sollten durch das Engagement entstandene Ausgaben wie Material-, Porto- oder Fahrtkosten ohne großen bürokratischen Aufwand erstattet werden. Falls keine finanziellen Mittel dafür zur Verfügung stehen, sollten alternative Möglichkeiten wie Sponsoring (Freikarten für Theater) oder immaterielle Entschädigung herangezogen werden.

6. Versicherungsschutz

Freiwillige sollten im Idealfall über die Einrichtung unfall- und haftpflichtversichert sein. In den meisten Fällen ist eine Unfallversicherung über die Berufsgenossenschaft sowie eine Versicherung gegenüber Schäden, die durch Freiwillige verursacht werden, über die bestehende Haftpflichtversicherung möglich.

7. Bildungsangebote

Qualifizierung von hauptamtlichen Mitarbeitern ist eine Selbstverständlichkeit. Auch Freiwillige sollten nach Möglichkeit an einrichtungsinternen Bildungsangeboten teilhaben können und bei Bedarf und Interesse externe Fortbildungsmöglichkeiten kostenfrei nutzen können. Diese Art der Förderung von Freiwilligen ist eine wichtige Form der Anerkennung.

8. (individuelle) Anerkennungskultur

Die Anerkennung der Leistungen von Freiwilligen ist auf vielfältige Art möglich: Von der Ehrennadel über das alljährliche Sommerfest bis hin zum Geburtstagspräsent sind viele materielle aber auch immaterielle Formen der Anerkennung denkbar. Wichtig ist hierbei, dass die Formen der Anerkennung sowohl zur Einrichtung als auch zu den Freiwilligen passen.
Magdeburger Freiwilligenpass, Dankeschön-Veranstaltungen, Teilnahme an internen Fortbildungen und Feiern, ...

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